Gründonnerstag, 17. April 2014: Anreise, Teil 1 - Kreuzlingen --> Kassel
Nils musste noch arbeiten. Das meiste Gepäck hatten wir schon abends vorher zusammen gepackt; den Rest erledigte ich noch. Es ist unglaublich, was da so alles zusammen kommt für einen 2-wöchigen Urlaub im Norden. Zu den Klamotten - und hier muss man ja im Gegensatz zu Dubai auch warme Sachen berücksichtigen - kommt unser Bettzeug, Geburtstagsgeschenke, jede Menge Mitbringsel und Verpflegung für unterwegs. Kurz gesagt: Das Auto war gerammelt voll, und als ich alleine los fuhr, wusste ich noch gar nicht so recht, wie ich Nils noch mit rein bekommen sollte.
Das fiel natürlich auch dem deutschen Zoll auf, der mich prompt anhielt und
befragte, was ich denn so dabei hätte. Ich erklärte, dass es sich um
Urlaubskrempel handelt, da ich auf dem Weg in denselbigen sei, und ich durfte
weiterfahren. Ich merkte da schon, dass das Fahren sehr unangenehm werden
würde, denn ich hatte absolut null Sicht durch das Rückfenster, und das geht
für mich gar nicht und schon überhaupt nicht auf der Autobahn.
Den ersten Stau hatte ich dann auch schon kurz hinter dem Zoll. In Konstanz ist es zur Feierabendzeit immer ganz schön voll auf den Straßen, aber vor den Feiertagen natürlich nochmal deutlich mehr. Ich stop-and-go-te mich durch die Gegend und war froh, dass ich den Rückspiegel nicht oft benutzen musste.
Als ich bei Nils' Arbeitsstätte ankam, meldete ich mich bei ihm, dass ich da
bin, und dann packte ich den Kofferraum und die Rückbank nochmal komplett um. Ein paar Umsortierungen später stand Nils auch schon da, und das Auto war soweit fertig, dass er nun mit einsteigen konnte. Ich fuhr, er konnte sich erholen nach dem Arbeitstag.
Der Stau in Konstanz sollte längst nicht der einzige bleiben. Um Stuttgart herum kam der nächste und dann noch einer und noch einer.
Unsere Zwischenstation hatten wir in Kassel vorgesehen, und als wir dort ankamen, hatten wir insgesamt 10 Staus hinter uns gebracht. Wir bezogen unser Zimmer, snackten die restlichen Brote und Obst, die wir noch dabei hatten und legten uns schlafen.
Karfreitag, 18. April 2014: Anreise, Teil 2 - Kassel --> Hamburg, meine Perle
Die Zwischenübernachtung in Kassel hatten wir geplant, weil erstens Nils ja noch arbeiten musste am Donnerstag und es damit viel zu spät war, die Fahrt nach Hamburg in einem Stück zu absolvieren. Zweitens hatten wir aber auch gehofft, dass wir mit der zweiten Etappe am Freitag einige Staus umgehen könnten.
Es fing auch gut an. Wir waren nicht allzu früh aufgestanden, trotzdem waren die Straßen noch recht leer, als es nach dem Frühstück wieder auf die Autobahn ging. So nach und nach wurden es aber voller, und irgendwo um Hannover herum erwischten wir dann wieder einen Mega-Stau.
Mit 1 Stunde Verspätung kamen wir dann aber endlich an. Wir schlossen unsere Freunde - St., Mt., Ma., Sa. und A. - in die Arme, die wir nun schon ein halbes Jahr nicht gesehen hatten, setzten uns zusammen und quatschten.
Abends kochten wir gemeinsam. Es gab Spargel mit Vinaigrette und Forellen aus dem Ofen. Sehr lecker!
Ostersamstag, 19. April 2014: Hamburg: ein wichtiger Brief und ein Streifzug durch die Baumärkte; Niedersachsen: Besuch bei meinen Eltern
Frühstück wieder im großen Kreis mit allen Freunden aus dem Haus. Dabei diskutierten wir die Renovierungspläne, die St. und Mt. für ihre Küche hatten. Es ging um Fliesenspiegel, Bodenbeläge und Arbeitsplatten. Ich schlug einen Baustoffmarkt vor, der ein bisschen abseits liegt, aber nicht weit weg ist, den die anderen noch nicht kannten. Wir beschlossen, später dort hin zu fahren.
Mittags war Sa. am Briefkasten und kam mit einem wichtigen Brief in der Hand zurück in die Runde. Es ging um seine Tochter A. Alle waren aufgeregt und scharten sich zusammen, als Sa. den Brief öffnete und vorlas. A. war nun nach der Schuluntersuchung für das erste Schuljahr aufgenommen. Alle gratulierten ihr, und sie strahlte fast mehr, als ihre Eltern, aber nur fast.
Nach dieser tollen Nachricht teilten wir uns auf: die Damen fuhren zum Baumarkt, ein Teil der Herren fuhr zum Supermarkt und Sa. und A. blieben zuhause.
In dem von mir vorgeschlagenen Markt fand St. dann auch die Fliesen, die ihr gefielen und dazu noch ein Laminat, dass super aussah. Beides war vorrätig, nur Arbeitsplatten gab es dort nicht. Wir versuchten unser Glück noch bei Obi, und siehe da, hier gab es genau die Holzplatte, die St. sich vorgestellt hatte.
So war es ein rundum erfolgreicher Tag.
Abends fuhren wir dann zu meinen Eltern. Dort wartete - wie bereits geahnt - ein schockierender Anblick auf uns. Die Stürme im vergangenen Herbst und Winter hatten auf dem Grundstück meiner Eltern etliche Bäume umgerissen und für totale Verwüstung gesorgt. Das hatten sie mir am Telefon geschildert und auch einige Fotos hatte ich schon gesehen. Ich war also auf das Schlimmste vorbereitet, aber der tatsächliche Anblick war dann doch wirklich sehr schlimm.
So sah es aus im Juli 2013 (das Zelt muss man sich wegdenken):
Und das ist der gleiche Blickwinkel heute:
Wahnsinn, das verschlug mir erst mal für einen Moment die Sprache. Mein Bruder F. führte uns herum, erklärte uns, was alles gemacht worden war und was noch zu tun ist. Puuuhhh!
Ostersonntag, 20. April 2014: Niedersachsen
Wer meine Familie kennt, der weiß, dass wir die totalen Frühstücker sind. Wir frühstücken gerne und ausgiebig, dafür darf auch gerne mal das Mittagessen ausfallen. Das gilt für jedes normale Wochenende, aber erst recht für Feiertage. An Weihnachten und Ostern bricht der Tisch fast zusammen unter all den Leckereien, die da kredezt werden.
Die gesamte Familie war zusammen an diesem Sonntag, und wir schlemmten lange und redeten und diskutierten.
Nach dem Essen verbrachten wir Zeit mit meinen Brüdern, saßen auf der Terrasse, halfen Mama beim Vorbereiten des Abendessens und ließen den Tag irgendwie so herumgehen. Abends wurde gegrillt, und ich half Papa noch mit seinem MP3-Player, der sich weigerte Musik abzuspielen.
Ostermontag, 21. April 2014: Niedersachsen: 40. Geburtstag von A.
A. wurde 40 und hatte irgendwie ein Problem damit. Sie möchte lieber, dass man 25+ oder sowas sagt, aber so nett sind wir ja nicht. Als wir ankamen, war schon alles vorbereitet, die von A. engagierte Küchenfee war am Herd am wirbeln und die Kinder waren total aufgekratzt. Nils nahm die Kleine auf den Arm, und sie krallte sich total an ihm fest und wollte ihn gar nicht mehr loslassen. Das genoss er natürlich, zumal er auch noch die Aufgabe bekam, A. heute zu einem kindersorgenfreien Tag zu verhelfen. Sollte heißen, wir durften uns nach Herzenslust um die Kinder kümmern. Prima, das machten wir auch.
Nach und nach trudelten die Gäste ein, und das Zelt füllte sich. A. hielt eine Begrüßungsrede und eröffnete das Buffet.

Wir teilten uns einen Tisch mit An. und Ad., die wir auch schon ewig nicht gesehen hatten. Das war schön! Regelmäßig kamen die Kinder an und wollten spielen. Also verlagerten wir unseren Standort - je nach Wetterlage - nach hinten in den Garten und bespaßten die Kleinen mit Schaukeln, Rutschen, Ballspielen und was sonst noch so da war.
A. - die Königin der Kindergeburtstagsspiele von früher - hatte sich für die Erwachsenen etwas Besonderes asgedacht, damit die auch mal in Bewegung kommen. Eigentlich sollten auf der Wiese Eier versteckt werden, damit die Erwachsenen suchen können, aber das war wegen des Regenwetters ausgefallen. Eine Gutwetterphase nutzte sie aber, um uns alle nach draußen auf die Auffahrt zu scheuchen und Eierlaufen zu spielen, immer pärchenweise ... Männer gegen Frauen.
Es war wie immer im Leben: Einige versuchten, sich zu verdrücken, einige schritten mutig voran. Aber bei A. gibt es kein Entkommen, denn sie merkte sich genau, wer schon gelaufen war und wer noch nicht. So mussten auch Nils und ich gegeneinander antreten. Ich gewann das Rennen, aber ich glaube, Nils hat mich gewinnen lassen. Es war jedenfalls lustig.
Der Tag war wirklich sehr schön, das Wetter klarte sich zum späten Nachmittag hin deutlich auf, so dass wir noch ganz viel im Garten spielen konnten, zuletzt Fußball. So waren wir denn abends auch ganz schön geschafft, als alle Gäste gegangen waren und wir noch alleine bei A. und T. zurückblieben, weil wir die nächsten Nächte hier bleiben wollten.
Dienstag, 22. April 2014: Niedersachsen: Ausflug nach Bremerhaven
A. und T. hatten morgens einen frühen Termin, was uns zu Babysittern machte. Die Große hatte uns ihr Zimmer überlassen; sie durfte dafür die 3 Nächte bei ihren Eltern im Bett schlafen. Sie kam dann morgens zu uns, als ihre Eltern weg waren, und wir kuschelten und spielten.
Als A. und T. wieder zurück waren, wurde gemeinsam gefrühstückt, danach gingen wir wieder mit den Kindern aufs Zimmer. A. und T. nutzten die Zeit ohne Kinder, um das Chaos vom vorigen Tag zu beseitigen. Wir hätten ja auch geholfen, aber anscheinend war es die größte Hilfe, die beiden Lütten da fern zu halten. Naja, das machten wir doch gerne. Wir malten und spielten Doktor, wobei das arme Stoffkaninchen so einige Spritzen über sich ergehen lassen musste.

Nils war noch ganz fertig von der kurzen Nacht, so dass er kurzerhand einschlief, als ich die Kinder auf dem Schoß hatte und vorlas.
Nachmittags kämpften wir dann gegen die von der Feier übrig gebliebenen Reste an. Es gab Torte, Muffins und Käse. Das war die Stärkung für den danach folgenden Ausflug nach Bremerhaven. Dort wollten wir für die Große Ohrringe aussuchen und sie ihr gleich schießen lassen. Das sollte mein verfrühtes Geburtstagsgeschenk sein.
Tja, aber wie es eben manchmal so ist im Leben, läuft nicht alles immer so, wie man sich das vorstellt. Obwohl die Große total gerne Ohrlöcher haben wollte, gab es einiges an Dramatik und nachdem A. mit ihr in diversen Juwelierläden war, und sie sich nicht durchringen konnte, ließen wir das Thema ruhen. Vielleicht ein anderes Mal mit mehr Ruhe, wer weiß?
Trotzdem konnte A. einen erfolgreichen Shoppingtrip verbuchen, denn sie war nur kurz auf Verdacht in einen Schuhladen spaziert und dort gleich fündig geworden für die Große. Es wurden 2 Paar gekauft und dann machten wir uns auf den Heimweg.
Abends machten wir zusammen eine Pizza zur weiteren Resteverwertung und saßen noch lange zusammen.
Mittwoch, 23. April 2014: Niedersachsen: Nilis Geburtstag im Kreise von Freunden
Ein weiteres Highlight dieser Reise: Nils konnte seinen Geburtstag mit den Freunden aus Niedersachsen und aus Norwegen nebst der gesamten Kinderschar feiern.
Morgens kamen die beiden Patenkinder in unser Zimmer und bestürmten Nils mit ihren Glückwünschen. Dann gab es Frühstück, und Nils bekam ein tolles Geschenk: eine Kinderhose, die von beiden Patenkindern getragen worden und nun zu klein geworden war. Diese hatte A. mit irgendeinem Mittel behandelt, so dass sie ganz steif ist und nun aufrecht stehen kann und als Blumentopf dient. Ein unbezahlbar tolles Geschenk, das nun bei uns im Wohnzimmer einen prominenten Platz hat und dort super zur Geltung kommt.
Dann war wieder eine Runde Spielen angesagt, bis am Nachmittag die weiteren Gäste kamen.
An. kam alleine mit den Kindern, Ad. wollte die Koffer packen, weil am nächsten Tag die Abreise nach Norwegen anstand.
Kleiner Exkurs: Ist Euch mal aufgefallen, dass unsere Freunde ganz oft die gleichen Anfangsbuchstaben in den Namen haben? Diese Runde hier ist ganz krass, denn A. und An. fangen nicht nur mit dem gleichen Buchstaben an, sondern haben auch noch den exakt gleichen Vornamen. An.s Mann heiß Ad. und die Kinder von A. beginnen auch noch beide mit A, daher nenne ich sie die Kleine und die Große, sonst hätten wir hier die völlige Verwirrung.
Aber auch S. und M. kommen sehr häufig vor, weshalb ich da auch teilweise mal einen zweiten Buchstaben zufügen muss, um den Überblick zu behalten.
Das nur mal am Rande.
Das Wetter war prima, so dass wir auf der Terrasse sitzen konnten. Es gab Schokotorte und für die Kinder Schaumküsse. Die großen Kinder beschäftigten sich gut alleine und auch die kleinen Kinder machten begeistert mit. So kamen wir Erwachsenen mal ein bisschen zum Durchschnaufen und Reden - ein wertvolles Gut, wenn man sich so selten sieht, wie diese Runde.
Natürlich spielten wir doch so einige Male mit und halfen den kleinen Kindern beim Rutschen oder schlichteten Streit oder was sonst so anstand.
Die Zeit verging viel zu schnell und schon musste An. wieder los, denn - wie gesagt - am nächsten Tag stand die Abreise für die Familie an, und der Weg nach Norwegen ist lang und muss gut vorbereitet werden.
Nach einer langen und turbulenten Abschiedszeremonie, in der wir versuchten, noch ein paar gute und nicht verschwommene Bilder von allen Kindern zu machen, waren wir dann zum Abendessen wieder im kleineren Kreis. Danach wieder Spielen und Kinder beschäftigen, und dann stand schon die letzte Nacht bevor. Kinder, die Zeit rast aber auch ....
Donnerstag, 24. April 2014: Niedersachsen: Zu Besuch bei Nilis Eltern
Abreisetag bei A. und T., nicht ohne noch ein paar Highlights mitzunehmen. Wieder schmissen uns die kleinen Mädels aus dem Bett und verlangten, bespielt zu werden. Nils ließ sich verarzten und ich las Geschichten vor. Später steckte A. die beiden in die Badewanne, und wir durften dabei sein und später die Kleine eincremen und anziehen. Dabei war ich diesmal im Vorteil, denn bei Nils brüllte sie und streckte die kleinen Ärmchen nach mir aus. Mit meinem pinken Nachthemd, das ich noch anhatte, passte ich übrigens perfekt in ihr pink-rosa Kleinemädchenzimmer.
Wie immer war der Abschied von den Freunden und den Patenkindern schwierig, und so zog sich das wieder einmal etwas hin. Schließlich fuhren wir los und machten uns auf zu unserem nächsten Ziel: Nils' Eltern (A. und B. - schon wieder ein A).
Man fährt eine knappe Stunde über die Dörfer und durch die Wiesen Niedersachsens. Am Ziel angekommen, bezogen wir das Gästezimmer, bzw. die Gästewohnung, denn die beiden haben das komplette obere Stockwerk leer stehen, seit sie komplett ins Erdgeschoss gezogen sind. So viel Platz braucht man natürlich eigentlich nicht, wenn man nur 1 Nacht bleibt, aber es war trotzdem schön, seinen eigenen Bereich zu haben.
Es gab eine Führung durch den Garten, der riesig ist und in dem fast alles angebaut wird, was in diesen Breiten wächst und essbar ist oder schön aussieht. Nun konnten wir zum ersten Mal vergleichen, was bei uns in den Töpfen wächst und hier auf den Beeten.
A. machte abends Spargel mit Schinken und nach dem gemeinsamen Abwasch saßen wir noch den ganzen Abend zusammen.
Freitag, 25. April 2014: Hamburg: Beachclub; Schleswig-Holstein: Treffen mit der Wien-Truppe
Am nächsten Morgen wachten wir auf, und es war ganz schön spät. Wir
dachten uns nichts dabei, denn wir gingen davon aus, dass A. und B.
sicherlich schon gefrühstückt hatten, da die beiden meistens deutlich
früher aufstehen als wir. Also beeilten wir uns nicht gerade, sondern
packten noch in Ruhe unsere Taschen um und gingen dann erst nach unten.
Da standen die beiden schon - mit hungrigen Gesichtern, denn sie hatten
auf uns gewartet mit dem Frühstück. Uups!
Da A. und B. noch einen unerwarteten Termin hatten, fuhren wir schon kurz nach dem Mittagessen wieder weiter.

Für den Abend hatten wir uns verabredet mit den Wien-Reisenden vom November, und bis dahin hatten wir noch etwas Zeit, unser Hamburg zu genießen. Das Wetter war perfekt, daher wollten wir irgendwo sitzen und einen Kaffee trinken.
Mt. hatte uns erzählt von dem Bauprojekt im Harburger Hafen, wo wir vor einigen Jahren bei der Grundsteinlegung waren, und wo wir damals in Erwägung gezogen hatten, eine Wohnung zu kaufen. Zu Beginn der iba hatte ich ja eine Führung durch den Rohbau mitgemacht, und es wohnten dort schon einige Leute.
Hier hatte ich drüber berichtet. Mt. berichtete uns nun, dass die Baufirma pleite sei und es teilweise heftigen Pfusch am Bau gab. Da dort vor etwas über einem Jahr ein Café geplant war, schlug ich vor, dort hinzugehen und sich ein eigenes Bild über den Zustand des Projektes zu machen.

Und der Zustand war noch schlechter, als wir es uns vorgestellt hatten: Vom Café keine Spur, keine Menschen außer ein paar Bauarbeitern, die weit oben auf den Dachterrassen damit beschäftigt waren, die Fassaden teilweise abzutragen. In den Mauern klafften überall Löcher, und trotz der Namen an den Türschildern war es offensichtlich, dass hier niemand mehr wohnt.
Was für ein Glück, dass wir uns die Wohnungen hier nie leisten konnten, denn sonst hätten wir womöglich tatsächlich eine gekauft und würden nun auf den Kosten einer Bauruine fest sitzen, die nicht bewohnbar ist. Puhh, alles richtig gemacht!
Da wir nun aber endlich etwas trinken wollten, zogen wir weiter zum Beachclub und machten es uns dort gemütlich. Das Wetter war unglaublich schön und sonnig, so dass es einfach nur herrlich war, dort zu sitzen, die Menschen zu beobachten und zu reden. Ein wunderbarer Nachmittag!
Am frühen Abend war es dann Zeit, Richtung Schleswig-Holstein aufzubrechen. I. hatte die Wien-Truppe zusammen getrommelt, wobei Mt. und Mk. verständlicherweise abgesagt hatten, da sie erst kurz vorher ihr Baby bekommen hatten. Bei I., Sa. und J. angekommen, gab es erst mal viele Umarmungen und große Wiedersehensfreude. I. zeigte uns ihr Gewächshaus mit den Tomaten, und J. präsentierte die kleinen Kaninchen. S. hatte indes schon den Grill vorgeheizt.

Nachdem wir unser Quartier bezogen hatten, halfen wir noch bei den letzten Vorbereitungen und beim Tischdecken. Dann kamen D. und S., und wir setzten uns hin zum Essen. I. hatte sich mal wieder überschlagen, denn es gab die tollsten Sachen, und wir schlemmten ausgebig. Zum krönenden Abschluss wanderten noch Ananasstreifen auf den Grill; das war der Hammer.
Den Kindern war es zu langweilig mit den Erwachsenen, daher gingen J. und S. ins Wohnzimmer und versuchten, sich dort auf einen DVD-Film zu einigen. Es gab ein paar Diskussionen, aber dann waren die beiden eifrig am Gucken.
Draußen wurde es etwas frisch, daher verlagerten wir unsere Versammlung ebenfalls nach drinnen . gut, wenn man 2 Wohnzimmer hat ;-))
Dort saßen wir dann noch lange zusammen. I. holte ihre lange gehütete Flasche Marillenschnaps heraus und schenkte großzügig aus. Was für ein leckeres Zeug!
Als S. langsam müde und ein wenig quengelig wurde, brach D. mit ihr auf. Sa. brachte J. ins Bett und legte sich gleich dazu, da er Frühaufsteher ist, aber wir restlichen 3 blieben noch eine Weile wach und versuchten, die Schnapsflasche komplett zu leeren. Ein Anstandsrest blieb noch, aber nicht viel. Dann fielen auch wir endlich ins Bett.
Auch hier durften wir ein Kinderzimmer bewohnen. J. hatte sein Zimmer hergegeben und durfte bei seinen Eltern schlafen. Anscheinend ein Highlight für Kinder, denn die haben das alle gerne gemacht.
Es standen für uns ein Rennauto-Bett und eine Matratze auf dem Boden bereit. Nun ratet mal, wer im Rennauto geschlafen hat ....
Samstag, 26. April 2014: Schleswig Holstein: Spaziergang; Hamburg: Essen mit Freunden
Und hier wiederholte sich dann am Morgen die Geschichte: Wie gesagt ist dies ein Haushalt von Frühaufstehern, da sind wir wieder davon ausgegangen, dass die einfach schon mal frühstücken. Zumal man das ja Kindern immer schlecht vermitteln kann, dass man mit dem Essen noch warten soll. Und wieder schlug das schlechte Gewissen zu, als wir die Treppe herunter kamen und sahen, dass alle mit dem Frühstck auf uns gewartet hatten. Ist ja langsam peinlich! Also nächstes Mal wird der Wecker gestellt.
Es war uns ein wenig nach Bewegung, daher stiefelten wir los und erkundeten ein wenig die Umgebung, bzw. ließen sie uns von I. zeigen. Obwohl wir schon einige Male hier waren, hatten wir noch nie den See gesehen, nachdem der Ort benannt ist. Den zeigten die 3 uns, und wir konnten uns ganz gut vorstellen, wie es hier im Sommer abgeht, wenn das Schwimmbad geöffnet ist und ein reges Treiben am See herrscht.
Wir liefen noch ein bisschen durch die Felder und Wiesen und steuerten dann die örtliche Gärtnerei an, wo wir Pflanzen anguckten und uns weitere Inspirationen holten für die Terrasse. Ein wirklich schöner Laden; kein Wunder, dass I. hier Stammkundin ist.
Die Zeit plätscherte so dahin, und irgendwann brachen wir dann auf Richtung Hamburg. I. und Sa. hatten noch Vorbereitungen für den Abend zu treffen, da wollten wir niemanden aufhalten.
Also ging es wieder mal ins Auto und ab nach Hamburg. Wir hatten eine SMS an eine ehemalige Kollegin geschickt, die wir besuchen wollten, aber das klappte nicht. Also machten wir Halt bei IKEA und tranken dort einen Kaffee und kauften ein paar Kleinigkeiten.
Für die Nacht waren wir einquartiert bei Ma., Sa. und A., wo wir am späten Nachmittag eintrafen. St. und Mt. stießen noch mit dazu, und gemeinsam gingen wir essen zum Lieblingsgriechen von Ma. und Sa., von dem wir schon viel gehört hatten.
Obwohl wir diese Runde von Freunden ja erst kürzlich gesehen hatten, gab es viel zu erzählen, was auch alle ausführlich taten.
Sonntag, 27. April 2014: Hamburg: Wildpark Schwarze Berge

Obwohl wir nun fast 20 Jahre im Süden Hamburgs gelebt haben, sind wir nie im
Wildpark Schwarze Berge gewesen. OK, ich war im letzten Jahr mit der Firma auf dem Betriebsausflug dort, aber da haben wir ja auch nur einen Teil besichtigt. Mit Nils war ich nie da.
Ma., Sa. und A. hatten ein Jahr lang eine Jahreskarte und waren daher regelmäßig dort, aber nun auch schon eine ganze Weile nicht mehr gewesen. A. freute sich riesig drauf, da sie den Park liebt - vor allem wohl die Trampoline kurz vor dem Ausgang.
Bevor wir das Haus verließen, schnippelten wir noch eine große Tüte voller Obst und Gemüse, denn viele Tiere im Park darf man füttern, und es muss ja nicht immer das Pelletfutter aus der Pappschachtel sein - obwohl wir auch das im Park kauften.
Das Wetter war super, daher war der Parkplatz auch schon recht voll, als wir ankamen. An der Kasse mussten wir trotzdem nicht lange anstehen, so dass wir schnell drinnen waren und unseren Rundgang beginnen konnten. Dabei verließen wir uns total auf unsere Freunde, die den Park ja kennen wie ihre Westentasche. Und los ging es.

Der erste Stop kam recht schnell, denn überall laufen Hängebauchschweine herum, die die Besucher belagern und um Futter anbetteln. Hier fanden die ersten Apfelstücke dankbare Abnehmer.
Weiter ging es dann zu den Füchsen, Steinböcken, Wölfen, Schlangen, Wildschweinen und was da sonst noch so alles war. Irgendwann landeten wir auf dem Hügel, von dem aus man einen tollen Blick auf einen kleinen See und einen großen Teil des Parks hat. Hier sollte in ca. 20 Minuten die Vogelflugschau statt finden. Es gab noch gute Sitzplätze, also belegten wir eine komplette Bank und machten Pause. A. hatte noch genug Energie, einen kleinen Abhang rauf zu kraxeln und immer wieder herunter zu laufen. Ma. mochte gar nicht hinschauen, weil sie sie schon vor dem inneren Auge auf der Schnute liegen sah. Passierte aber nichts, und als die Flugschau begann, gesellte sich A. zu uns. Es wurden uns einie Wildvögel mit ihren Flugkünsten vorgestellt, immer lustig moderiert von einem Mann einer Event-Agentur. Der krönende Abschluss war dann ein Weißkopfseeadler, den der Mann über die Köpfe der Zuschauer fliegen ließ. Wahnsinn, das war toll und ein wenig angsteinflößend zugleich.
Nach der Schau stiegen wir die Anhöhe hinunter. Auf halbem Weg liegt ein Baum umgeknickt am Anhang. Ein exzellentes Kletterobjekt für A., die sich gleich todesmutig daran machte, auf dem Baum zu balancieren. Sie hatte einen großen Spaß, aber wir Erwachsenen standen ein wenig ängstlich daneben und beobachteten fasziniert, wie sie da so auf dem Baum herum krabbelte.
Unten am See tobten wir dann ein bisschen herum und gingen dann weiter vorbei an diversen Tieren, die man teilweise mehr, teilweise weniger, und zum Teil auch gar nicht sehen konnte. Der Park ist sehr naturbelassen, und so ist es eben manchmal der Fall, dass man einige Tiere nicht sehen kann, weil sie sich an die Umgebung gut anpassen oder weil sie nachtaktiv sind und sich tagsüber zum Schlafen irgendwo verkriechen.
Irgendwo in der Mitte des Parks steht ein hoher Aussichtsturm, den man erklimmen kann, wenn man dazu Lust hat. Ich hatte keine Lust; es war mir so schon heiß genug, aber Nils und Sascha ließen sich nicht aufhalten und stiegen die Treppen hoch. Nils hat ein paar Fotos gemacht, und der Ausblick ist wirklich toll. Man kann bis zum Hamburger Hafen gucken.
Als die Männer unten waren und begeistert erzählten, wollte A. auch hoch, also ging der tapfere Sa. ein weitere Mal all die Treppenstufen nach oben, und A. ging ebenso tapfer mit. Sie war dann auch völlig begeistert, als sie wieder unten war.
Aber all das konnte sie nicht davon abhalten, immer wieder zu fragen, wann wir denn nun endlich bei den Trampolinen seien. Eine Weile vertrösteten wir sie noch, denn es kam ja erst noch das Streichelgehege mit Ziegen und Schafen, in dem wir unsere Futterreste verteilten. Außerdem musste die Wackelbrücke über dem Gehege der Bisamratten noch ausführlich ausprobiert und behüpft werden.
Irgendwo kletterte die quirlige A. dann wieder auf einen Baum und stand ein wenig ratlos halb oben, als sie nicht wieder herunter kam. Ich stellte mich unten hin und hielt die Arme auf. Sie sprang, und ich hatte mich total verschätzt mit der Wucht, die so ein kleiner Körper entwickeln kann. Ich verlor auf dem unebenen Waldboden den Halt und fielt voll auf den Hintern. Es kam keiner zu Schaden, aber es war bestimmt ein lustiger Anblick für die umstehenden Parkbesucher.

Endlich kamen wir dann zum Ausgang, wo A. sofort die Schuhe abstreifte und eines der Trampoline unsicher machte. Wir fanden eine Bank, auf der wir uns häuslich einrichteten, und A. powerte sich beim Hüpfen und Rutschen aus - immer im Wechsel.
Ma. verschwand kurzerhand mal und kam mit einer Hand voll Waffeln am Stiel in Schmetterlingsform zurück. Lecker!
Wir merkten, dass wir ganz schön kaputt waren von diesem langen Tag in der herrlichen Sonne und fuhren zurück in die Wohnung von Ma. und Sa., sobald wir A. vom Trampolin lösen konnten, was eine ganze Menge Geduld und gutes Zureden erforderte.
Zurück in der Wohnung packten wir unsere Siebensachen zusammen und ins Auto. Wir hatten zwar das Angebot, noch weitere Nächte hier zu bleiben, aber wir wollen keine Freundschaften aufs Spiel setzen, indem wir die Gastfreundschaft überstrapazieren. In einer 2,5-Zimmer-Wohnung mit 5 Leuten kann es doch auch bei der besten Freundschaft schnell nervig werden.
Wir hatten daher schon im Voraus geplant, die letzten Nächte im Hotel zu verbringen und entsprechend vorher reserviert. In
diesem Hotel in Wilhelmsburg checkten wir nun ein, machten uns frisch und fuhren dann in die Stadt zu unserem liebsten Sushi-Laden. Mjam, das ist eine Sache, die wirklich fehlt in Konstanz und Umgebung: ein Sushi-Lokal, in dem es gut und nicht allzu teuer ist und man nicht 2 Monate im Voraus reservieren muss.
Montag, 28. April 2014: Hamburg: Firma; Treffen mit Tobi; Geburtstag von Sa.
Ok, heute wollten wir die ehemaligen Kollegen besuchen. Da das bei mir zeitlich sehr ausarten kann - mein letzter Besuch dauerte 8 Stunden - gab Nils mir 2 Stunden Zeit. Menno, das ist gemein; in der Zeit habe ich doch noch nicht mal allen "Hallo" gesagt, geschweige denn, mit jemandem gesprochen.
Nun ja, wir parkten auf dem Besucherparkplatz und steuerten zunächst den Mühlenladen an, um A. zu begrüßen. Die freute sich total, und wir verabredeten uns für den Juni, wenn sie mit ihrem Mann zum Campen an den Bodensee kommt.
Weiter ging es dann zum Pförtner und zur Spedition, wo wir begeistert begrüßt wurden. Und dort merkte Nils dann auch ziemlich schnell, wie falsch eine Zeitvorgabe von 2 Stunden ist, weil man die Leute einfach vor den Kopf stößt, wenn man schnell weiter geht, obwohl es doch noch so viel zu erzählen und zu lästern gibt.
In der Verwaltung hatte sich die Runde in der Auftragsbearbeitung schon zur Mittagspause hingesetzt; der perfekte Zeitpunkt, für uns, dazu zu kommen und mit zu schnacken. Mk. zeigte uns stolz Fotos von seinem Kleinen und brachte uns auf den aktuellsten Stand zu seinem Frühchen. Alles gut mit Baby und Mama, glücklicherweise.
Im ersten Stock gab es ebenfalls ein großes Hallo, als wir unsere Nasen in das Büro steckten und mein früherer Chef R. freute sich auch total, uns zu sehen. Er telefonierte gerade mit H., die in einem anderen Gebäude sitzt, und beendete das Gespräch. Kurz später stand auch H. in der Tür, denn auch sie wollte "Hallo" sagen. Wie schön!
In die obere Etage des Gebäudes schafften wir es denn auch nicht mehr, denn alle machten sich bereit, zu dem Versammlungsraum hinüber zu gehen, denn für den Tag war eine Betriebsversammlung angesetzt. Das war für uns natürlich auch eine prima Gelegenheit, denn so konnten wir viele Leute begrüßen, die noch in anderen Gebäuden arbeiten, ohne alle Büros und Hallen abzuklappern. Prima! Ein Händedruck hier, eine Umarmung dort und überall ein paar Worte gewechselt.
Fein, die Veranstaltung begann, und der Geschäftsführer bot uns an, zu bleiben und zuzuhören, aber das wollten wir dann doch nicht. So kam der Lagerleiter noch einmal in den Genuss, sich seinen Frust von der Seele zu sprechen. Nach kurzer Zeit war die Veranstaltung oben auch schon wieder beendet, und alle flanierten an uns vorbei. Wieder ein paar Wortwechsel, dann noch einmal zu D. ins Büro; darauf bestand er.
Im Endeffekt waren wir dann wohl etwas über 3 Stunden in der alten Firma, aber Nils hatte es ja eingesehen, dass man so etwas nicht einfach auf eine bestimmte Zeit festlegen kann.
Ein Anliegen, das wir in Hamburg hatten, war Shoppen. In Konstanz bekommt man zwar alles, was man so für das normale Leben und den Alltagsgebrauch benötigt, aber einige spezielle Dinge sucht man dort vergeblich.
Wenn man auf großem Fuß lebt, wie Nils, dann weiß man einen gut sortierten Schuhladen zu schätzen. In Konstanz sind wir bislang noch nicht fündig geworden, und auch in vielen anderen Orten ist es schwierig, an Herrenschuhe in der Größe 49/50 zu kommen. Nun kennen wir aber in Hamburg einen
Laden, da wird nicht einmal die Augenbraue gehoben, wenn man diese Schuhgröße nennt, sondern die Damen fragen nur nach der gewünschten Farbe und laufen dann fleißig hinunter in den Keller und schleppen dann Berge von Kartons an, aus denen Nils sich nach Herzenslust bedienen kann. Diesen Laden suchten wir nun auf, um wenigstens schon mal die wichtigste Sache von der Shoppingliste zu streichen.
Nils schwelgte also in einer Auswahl von Schuhen, während ich die Zeit nutzte und mit meiner ehemaligen Ausbilderin und Kollegin A. zu telefonieren und uns für den nächsten Tag zum Frühstück zu verabreden.
Mit dem glücklichen Besitzer von 2 Paar neuen Schuhen fuhr ich dann in die Stadt, denn dort hatten wir uns mit Tobi verabredet. Der arbeitet nämlich ziemlich zentral in der City, und wir hatten verabredet, dass wir uns zum Abendessen dort treffen. Klappte auch alles gut, und das Essen war wie immer köstlich beim
Vapiano - fehlt auch sehr in Konstanz!!
Es war schön, mit Tobi zu reden, obwohl wir nicht unendlich viel Zeit hatten. Wir konnten aber noch ein ganzes Stück mit ihm zu Fuß gehen, weil unser Auto sehr weit weg parkte (aber immerhin umsonst, mitten im Zentrum Hamburgs).
Wir verabschiedeten uns, wussten aber, dass wir uns 2 Tage später noch mal sehen würden, also fiel es noch nicht ganz so schwer. Uns zog es nun wieder in den Süden Hamburgs, denn heute hatte Sa. Geburtstag. Er feierte nicht, aber wir wollten ihn trotzdem überraschen. Ma. hatte uns geheim informiert, dass die Familie wieder beim Griechen zum Essen war und ca. 19.30 Uhr zurück in der Wohnung sein würde. Wir trafen uns mit St. und Mt. und klingelten. Sa. öffnete die Tür und war total überrascht. Ma. kam grinsend aus der Küche mit einem Tablett voller kleiner vorbereiteter Drinks und Sa. staunte nicht schlecht, weil er davon nichts mitbekommen hatte. Genausowenig hatte er übrigens gemerkt, dass Ma. mal eben am Abend vorher noch einen Kuchen gebacken hatte. Ach, die Männer ....
Wir setzten uns allesamt ins Wohnzimmer, Knabbersachen kamen auf den Tisch, und so hatten wir eine improviesierte kleine Geburtstagsparty für Sa.
Dienstag, 29. April 2014: Hamburg: ein herrlicher Tag im Garten von A.
In weiser Voraussicht hatten wir das Hotel ohne Frühstück gebucht, denn wir wollten flexibel bleiben. Dazu buchen kann man ja immer. Gestern waren wir bei unserem Lieblingsbäcker im Bauhaus und haben es uns gut gehen lassen; heute hatten wir ja nun eine Verabredung mit A.
A. hatte schon Kaffee und Aufstriche vorbereitet. Die Brötchen kamen in den Ofen, und wir machten es uns im Vorgarten gemütlich. Dort saßen wir dann und schnackten. Das Wetter war mega und die Zeit rannte nur so dahin. Eigentlich hatten wir uns für ein Stündchen oder so verabredet, denn A. hatte noch Dinge zu tun, und auch wir wollten uns nochmal in die Geschäfte stürzen. Aber es war soooooo schön und die Gespräche waren so interessant, dass wir einfach immer weiter redeten.
Irgendwann war es dann schon fast 18 Uhr und wirklich Zeit zum Gehen. Schade, denn ich hätte noch tagelang dort sitzen können. Es war einfach zu schön!
Wir brachen auf und wollten das Auto beim Hotel abstellen und dann mit der Bahn in die Stadt zurück. Es sollte nochmal Sushi geben, und dafür waren wir mit St. und Mt. verabredet.
Der Feierabendverkehr war heftig und die Zeit schon fortgeschritten, daher suchten wir uns doch in der Stadt einen Parkplatz und trafen uns mit St. In dem Sushi-Restaurant war reichlich los, daher mussten wir auf Sitzplätze warten. Mt. verspätete sich, aber glücklicherweise bekamen wir 4 zusammenhängende Plätze.
Mittwoch, 30. April 2014: Hamburg: Power-Shopping; Abschiedsessen mit meiner Familie

An unserem letzten Tag sollten nun noch schnell die Geschäfte abgegrast werden. Wir starteten in der Schanze, wo ich auf einen bestimmten Laden mit
Taschen aus war. Die kleine Tasche, mit der ich immer rumlaufe, ist zwar sehr praktisch, aber im Sommer mit Brillenetui einfach zu klein. Da muss ich immer stundenlang rumwühlen, bis ich an das Portemonaie herankomme.
Ein Modell in der richtigen Größe hatte ich schnell gefunden, 3 Taschendeckel dazu ausgesucht - es konnte weiter gehen. Wir streiften noch durch einige Geschäfte ohne etwas zu kaufen, einfach nur zum Gucken und weil man schon mal da ist. Wie gesagt - in Konstanz fehlt eben so einiges.
Mittlerweile war es Zeit für einen Kaffee, und den gab es natürlich im
Elbgold. Da kauften wir auch gleich noch einige Pakete Bohnen für zuhause.
In der Innenstadt suchten wir auch noch ein paar Geschäfte auf und kauften dies und das.

Eine Sache, die wir noch dringend haben wollten, war Stoff. Für die Sonnenliegen, die wir im letzten Jahr gekauft hatten, wollten wir uns Auflagen anfertigen lassen, weil die aus dem Baumarkt oder von IKEA oder von sonstwo alle das falsche Maß hatten.
Nils hatte einen Betrieb im Thurgau gefunden, der Polster- und Schaumstoff-Artikel auf Maß herstellt und auch einen kleinen Fabrikladen hat. Dort waren wir vor ein paar Wochen und hatten uns beraten lassen. Für eine Schaumstoffqualität hatten wir uns schon entschieden, aber die Stoffe, die die dort hatten, waren zumeist hässlich, und die paar, die uns gefielen, waren unbezahlbar. Das nette Ehepaar, das den Laden führt, meinte, wir könnten uns ja selbst nach Stoffen umsehen, in Konstanz bei Karstadt hätte man doch eine ganz gute Auswahl.
Nee, das kam gar nicht in Frage, denn ich kenne die Auswahl bei Karstadt, und die ist unterirdisch. Aber in einer Weltstadt bekommt man ja fast alles, daher gingen wir nun in den ersten Stoffladen, den wir uns 'rausgesucht hatten. Der Laden war ok, aber die Auswahl an Outdoor-Stoffen war eher mau. Viel einfarbiges, aber meist in der falschen Breite. Da mussten wir uns was anderes überlegen.
Also fuhren wir zum zweiten Laden, und das war der
Hauptgewinn: Eine riesige Lagerhaus-Etage mit Tischen und Regalen voller Stoffballen in allen Farben, Mustern und Breiten. Überall wuselten Leute durch die Reihen und befühlten die Stoffe. Ich fragte nach Outdoor-Stoffen und wurde in einen separaten Raum gewiesen, wo wir alles fanden, was unser Herz begehrte. Etwas Schlichtes wollten wir, eher neutral in der Farbe und bloß kein kreischendes Muster.
Wir kauften 5 m und waren zufrieden.
Schwer bepackt, aber mit einer abgearbeiteten To-Do-Liste kehrten wir dann ins Hotel zurück.
Für abends hatte sich meine Familie noch einmal angekündigt. Meine Eltern und F. kamen gerade in dem Moment an, als auch wir vor dem Hotel einen Parkplatz suchten. Es war noch recht früh, daher war alles noch ziemlich vollgeparkt, aber schließlich fanden wir 2 Parkplätze. Tobi kam dann mit der Bahn, und als wir alle versammelt waren, bestellten wir im Hotel-Restaurant.
Nach dem Essen wollten wir noch einen Spaziergang über das igs-Gelände machen, standen aber schon bald vor einem Bauzaun. Dort wird das gesamte Gelände noch einmal überarbeitet. Also machten wir kehrt und schlenderten dann zur Kletterhalle, wo wir die Kletterer beobachteten.
Irgendwann war es dann Zeit für's Abschiednehmen. Wir umarmten uns noch einmal und dann gingen alle wieder in ihre Richtung.
Wir nutzten noch die Zeit, um den Kofferraum noch einmal umzuräumen, um Platz zu schaffen für die Einkäufe. Dann gingen wir schlafen, denn trotz Feiertag wollten wir am nächsten Tag früh 'raus wegen der Rückfahrt.
Donnerstag, 01. Mai 2014: Rückreise: Hamburg --> Kreuzlingen
Heute gönnten wir uns dann endlich mal das Frühstück im Hotel, und das war sehr lecker. Keine riesige Auswahl, aber gute Produkte.
Als wir danach endlich alles im Auto verstaut hatten, begann die Rückfahrt. Die hatten wir absichtlich auf den Feiertag gelegt, weil da der Verkehr meist nicht so stark ist und auch die LKWs nur in geringer Zahl unterwegs sind.
Bis Stuttgart kamen wir gut durch, aber kurz dahinter gerieten wir in einen Mega-Stau. Der Verkehr wurde von 3 Spuren auf 1 reduziert, weil sich ein Wohnwagen komplett zerlegt hatte. Wr standen und standen, und es ging gar nicht weiter. Natürlich musste ich irgendwann dringend zur Toilette, was nicht gerade zur Hebung meiner Laune beigetragen hatte. Außerdem wies mich Nils irgendwann drauf hin, dass der Tank langsam leer war, und das gab mir den Rest. Das kann ich nämlich gar nicht leiden, wenn ich im Stau stehe und Gefahr laufe, selbst zum Verkehrshindernis zu werden und nichts dagegen unternehmen kann. Ich konnte kaum noch still sitzen, wäre am liebsten schon einmal vorneweg gelaufen, um die nächste Tankstelle auszukundschaften. Allerdings war selbst die nächste Abfahrt noch nicht einmal in Sicht, was mich weiter nervös machte. Nils tat sein Möglichstes, um mich zu beruhigen, stellte immer wieder den Motor ab, und brachte es irgendwie fertig, uns bis zur Tankstelle zu bringen. Mit vollem Tank war ich gleich wieder besser drauf und so suchten wir uns eine Strecke, um dem weiteren Stau möglichst aus dem Weg zu gehen.
Das gelang auch, aber ab da war trotzdem weiter der Wurm drin. Hier ein Auto liegen geblieben, dort ein weiterer Unfall. Die Könung war dann kurz vor Konstanz eine Vollsperrung der Landstraße wegen ausgelaufenen Öls. Unglaublich!
Als wir endlich zuhause waren, waren wir fix und fertig mit den Nerven, denn all diese Zwischenfälle hatten uns mehr als 2,5 Stunden Zeitverlust eingebracht. Naja, Ende gut, alles gut und wir sind froh, dass wir nur im Stau standen und nicht den Stau verursacht haben ;-)