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Sonntag, 11. September 2016

Kurzreise nach Genf

Dies war wirklich eine kurze Reise. Eine Nacht lohnt sich ja normalerweise gar nicht, aber da Nils die Übernachtung in einem Hotel sehr zentral in Genf gewonnen hatte, machten wir es trotzdem.

Das Wetter hätte man sich nicht besser wünschen können.








Der Hinweg am Samstag führte uns hauptsächlich über die Autobahn, was ja selbst in der schönen Schweiz eher langweilig ist. Für den Rückweg am Sonntag wählten wir daher die Strecke am südlichen Ufer des Genfer Sees entlang. Und das war für uns mal wieder eine Premiere: mit dem Auto nach Frankreich eingereist. Das war zwar nur für einen kurzen Streckenabschnitt, aber immerhin.
Wir hatten auf einen kleinen Supermarkteinkauf gehofft, weil man im Ausland ja immer so leckere Sachen für günstiges Geld bekommt, aber dafür waren wir leider zu spät dran. Sonntags "nur" bis 12 Uhr geöffnet. Schade!
Dafür machten wir eine kleine Pause in Evian. Hier hatte die Deutsche Nationalmannschaft ihr Quartier während der Europameisterschaft und - viel wichtiger - hier kommt das gute Wasser her. Ein Stück mussten wir den Berg hoch und dann kamen wir an einen Brunnen, aus dem das Wasser sprudelt. Vor uns war ein Mann sehr geschäftig dabei, mitgebrachte Wasserflaschen zu füllen. Glücklicherweise war er schon fast fertig, so dass wir nicht lange warten mussten, bis wir auch mal kosten durften.








In Konstanz / Kreuzlingen ist es beim Grenzübergang ja auch schon ein wenig so, als wäre da eine Stadt einmal halbiert worden. Der Grenzort dort unten am See - St. Gindolph - treibt das aber auf die Spitze: wirklich MITTEN im Ort stehen die Grenzhäuschen und natürlich kontrollieren zumindest die Schweizer Grenzbeamten sehr gewissenhaft. Wir wurden durchgewunken; geht eben nichts über 2 Unschuldsgesichter ;-)
Weiter fuhren wir dann immer am See entlang und da kamen Erinnerungen an das schöne Wochenende mit Stefanie und Martin auf. Wir kamen wieder durch Montreux und in Vevey wollten wir einen Stopp einlegen. Allerdings war bei bestem Willen selbst nach mehrfachem Abfahren des gesamten Marktplatzes und aller Nebenstraßen kein Parkplatz zu finden. Daher ging es direkt nach Hause.


Donnerstag, 1. September 2016

Lange nichts von uns gehört?

Bei der Dokumentation unseres ersten Jahres in der Schweiz haben wir eigentlich einen ganz guten Job gemacht, oder?
Seit langer Zeit ist es aber seeeehr ruhig geworden hier auf dem Blog. Das liegt nicht daran, dass wir nichts erlebt hätten, daher wollen wir jetzt mal den Arsch hoch kriegen und Euch wieder ab und zu von unseren Highlights berichten.
Ein paar Nachträge wird es vielleicht auch noch geben, zumindest jeweils ein paar Fotos.
Und wie immer gilt: Feedback und Kommentare sind gern gesehen :-)

Montag, 15. August 2016

Besuch von Stefanie und Martin

Diese beiden halten definitiv den Rekord, was häufige Besuche angeht, und doch macht es immer Freude, sie bei uns zu haben. Gemeinsam haben wir schon eine Menge unternommen, und da die nähere Umgebung hier schon ganz gut erkundet ist von uns allen, war es nun an der Zeit, mal einen anderen Teil der Schweiz zu besuchen.
Passenderweise gab es für den gewählten Zeitraum einen Prospekt unserer Supermarktkette, die Übernachtungen in verschiedenen Hotels zu deutlich reduzierten Preisen anbot. Wenn man mal eine andere Seite dieses Landes sehen möchte, dann hat man mehrere Möglichkeiten:

*  Ab in die Berge. Da wir im Flachland wohnen und die Berge nur bei wirklich sehr guter Sicht in der Ferne entdecken können, ist es ein tolles Erlebnis, wenn man direkt mal in die Berge fährt und sich da das volle Schweiz-Feeling holt. Allerdings sollte man Natur pur mögen und auch nicht abgeneigt sein, mit einem offenen Skilift einen Berg hochzufahren.

*  In einen der nicht-deutschsprachigen Kantone. Das Tessin und die Romandie unterscheiden sich nicht nur dadurch von der Deutschschweiz, dass dort Italienisch bzw. Französich gesprochen wird. Das ganze Lebensgefühl in diesen Gegenden orientiert sich an den Nachbarländern, so dass es sehr spannend ist, dort hin zu reisen. Außerdem ist das Wetter meist deutlich mediterraner als bei uns am Bodensee.

Wir entschieden uns für Vevey im Kanton Waadt am Genfer See. Das gebuchte Hotel war etwas außerhalb der Stadt, aber die Bahnstation war nur einen kurzen Fußweg entfernt und die Fahrkarte war sogar gratis. Was will man mehr?

Freitag war Anreise, erste Erkundung und später Abendessen im Hotel.







Am Samstag besuchten wir den proppevollen Wochenmarkt und besorgten uns dann Fahrkarten für eine Rundfahrt mit dem Schaufelraddampfer auf dem See. In Montreux machten wir einen Zwischenstopp, liefen ein Stück am See entlang und setzten nach einer Kaffeepause die Fahrt auf dem Schiff fort.









Aus der Rückfahrt am Sonntag wollten wir ebenfalls noch das meiste rausholen, daher hatten wir noch einige Programmpunkte: Käserei in Gruyere, Schokoladenfabrik Caillier und Bundesstadt Bern.



Sonntag, 5. Juni 2016

Kurzreise Luzern und Festival "Allmend rockt"

Da mussten wir erst beide die 40 überschreiten, dass wir zum ersten Mal ein Rockfestival besuchen. Die Schweizer wissen ja, wie man die Freiluft-Saison feiert und sind glaub ich Weltmeister im Veranstalten von Festivals .... zumindest Europameister. Den ganzen Sommer über findet irgendwo eine große Konzertveranstaltung statt, und für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Für uns muss es rockig und laut sein. Als wir im Fernsehen eine kurze Werbung sahen, in der Rammstein als Headliner angekündigt wurde, zögerten wir nicht und buchten sofort die Tickets, obwohl außer dieser einen Band noch kein weiteres Programm feststand. Der Termin passte perfekt. 2 Tage nach unserem Hochzeitstag - da kann man dann ja gleich eine kleine Reise draus machen. Zwar ist Luzern nicht sehr weit von uns entfernt, aber nachts nach einem anstrengenden Tag nach Hause fahren muss ja auch nicht sein.
Schade, dass es beide Tage lang total verregnet war. Daher schauten wir uns außer Rammstein auch keine weiteren Bands an. Allerdings geschah ein Wunder, als wir das Hotel verließen, um mit dem Bus zum Festival-Gelände zu fahren. Der Himmel riss tatsächlich auf, der Regen versiegte und sogar die Sonne ließ sich blicken. Es blieb das ganze Konzert über trocken. Nur unsere Schuhe und Hosen waren schlammbespritzt, aber damit kann man ja leben.









 

Sonntag, 8. Mai 2016

Kurzreise nach Paris

4. Mai:  Anreise am Abend


5. Mai:  Erster Rundgang und Stadtrundfahrt
Die Franzosen sind ja keine großen Frühstücker; Croissant und Marmelade sind meist der süße Standard. Hier im Hotel war das Petit-Dejeuner jedoch erfreulich herzhaft. Es gab sogar Rührei. Nur mit dem Café au lait bin ich etwas auf die Nase gefallen, denn statt eines leckeren Kaffees mit Milchschaum gab es eine olle Kanne Filterkaffee mit massig kalter Milch. Naja, man lernt ja dazu.
Nach dem Frühstück machten wir uns zu Fuß auf, die Stadt zu erkunden. Wir wollten zunächst einfach so uns treiben lassen und später dann einen Hop-on-hop-off-Bus greifen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu erwischen.
Zu Fuß? Ja, warum denn nicht. Unsere Erfahrung von unseren Reisen ist, dass man fast jede Stadt - egal wie groß - auf den eigenen 2 Beinen erkunden kann. Die einzige Ausnahme, die uns bislang begegnet ist, ist Los Angeles, wo man definitiv ohne fahrbaren Untersatz verloren ist.

Und so trieben wir bei bestem Wetter durch diese wunderschöne Stadt und erreichten auch schon sehr bald den Louvre. Dort war natürlich viel los, und an einen Besuch drinnen brauchte man gar nicht denken. Die Schlange war lang und da sich Paris im Ausnahmezustand befindet, konnte man sich auf ausschweifende Sicherheitskontrollen gefasst machen. Außerdem wer will denn bei dem Wetter drinnen auf alte verstaubte Gemälde gucken? Es wird sich hoffentlich mal eine andere Gelegeneheit finden, nachzusehen, ob die Mona Lisa ähnlich unscheinbar ist wie Der Schrei von Edvard Munch.

In einem Park machten wir eine kurze Wasserpause und setzten uns, um Leute zu beobachten. Das kann man hier fantastisch, denn es wimmelt nur so von Einheimischen und Besuchern, alle schick und herausgeputzt in der Stadt der Mode und der Liebe.
Als wir den Park durchquert hatten, konnten wir einen ersten Blick erhaschen. Da war in der Ferne das Wahrzeichen der Stadt. 


Aber zunächst liefen wir erst mal den Champs-Elysées runter und bewunderten den Arc de Triomphe. Dann weiter durch eine Seitenstraße Richtung Eifelturm. 


An einer Bude holte Nils sich einen Crepe, was mir die Gelegenheit gab, das unehrliche Treiben eines Hütchenspielers zu beobachten. Einige Leute spielten da mit und als Nilsi sich crepemampfend neben mich stellte, baldowerten wir das System aus. Es ist ein ganzes Team, was da die armen Touristen abzockt. Mindesteinsatz ist 50 Euro und du darfst erst mitspielen, wenn du dem Hütchenmann den Schein in die Hand gegeben hast. In der Regel gewinnt der Tourist sogar und bekommt dann 2 50er zurück. Allerdings handelt es sich hierbei dann um Falschgeld. Die Scheine hat der Hütchenmann ausgetauscht und damit das weniger auffällig ist, hat er sein Team um sich, die als Spieler getarnt ihre Einsätze machen und sich lautstark freuen wenn sie "gewonnen" haben oder "wütend" das Hütchen auf den Boden knallen, wenn sie nicht erfolgreich waren. So wird für eine ständige Bewegung der Geldscheine gesorgt. Die Echten wandern in die Geldbörsen des Teams und die Falschen in die Hände des Hütchenspielers und letztlich in die Taschen der Abgezockten. Genau dieses Vorgehen sollten wir noch mehrmals auf dieser Reise beobachten können.

Nun aber .... auf auf zum Wahrzeichen ...











Auf die Aussichtsplattform wären wir natürlich auch gerne gefahren, aber auch hier waren die Menschenmassen und die Sicherheitskontrollen ein großes Hemmnis. Nils prüfte, ob wir noch schnell online Tickets besorgen könnten, aber da wäre der nächste freie Termin in 4 Wochen gewesen ... haha. Also verzichteten wir.

In der Nähe des Eifelturms gibt es natürlich auch eine Haltestelle des Hop-On-Hop-Off-Busses. Dort kauften wir Tickets und warteten etwa 10 Minuten auf den nächsten Bus.






6. Mai:  Stadtrundfahrt Teil 2
Glücklicherweise hatten wir die Tour gleich für 3 Tage gebucht, so konnten wir uns nämlich die Tickets für den öffentlichen Nahverkehr komplett sparen. Die Hop-On-Hop-Off-Busse fahren auf 4 verschiedenen Routen im Kreis, so dass man die komplette Stadt abdeckt. An verschiedenen Stellen kann man von der einen Route auf die andere wechseln und so eine Umsteigestation war nicht allzu weit von unserem Hotel entfernt.
Apropos unser Hotel .... die Flure sind sehr patriotisch farbenfroh, aber augenunfreundlich gestaltet.

 


7. Mai: Food-Tour und Rückreise
Wenn man schon mal im Land der guten Küche und der tollen Lebensmittel ist, dann sollte man doch in der Hauptstadt auch einfach mal eine Food-Tour machen. Wir hatten schnell eine rausgesucht und kurzfristig online gebucht. Klappte perfekt.

Zum Treffpunkt hätten wir mit der Metro fahren können, aber da es nur ein mittlerer Fußmarsch war, liefen wir uns schon mal warm, denn auf der Tour würden wir ja auch ein bisschen herum laufen.

Das Mädel, das unser Guide war, hatten wir schnell gefunden. Sie hatte als Erkennungszeichen einen gelben Regenschirm dabei - bei strahlend sonnigem Wetter.
Der Rest unserer Gruppe waren 3 amerikanische Paare, die nach und nach eintrudelten. Und dann ging es auch schon los auf Erkundungstour durch das Montmartre-Viertel. Dabei bekamen wir nicht nur Kostproben sondern auch etliche geschichtliche und kulturelle Hintergründe und Anekdoten.
Das Besondere an dieser Tour war, dass die kulinarischen Vergnügungen 3 Aspekte hatten:
1. Einige Leckereien verspeisten wir direkt an Ort und Stelle, z.B. Crepes.
2. Ein paar Dinge durfte jeder auswählen und selbst entscheiden, ob er sie sofort verkosten wollte oder lieber eingepackt mitnehmen und später genießen wollte, z.B. Macarons, Schokolade.
3. In einigen Geschäften gab es für uns zunächst erst mal nur den tollen Anblick der Produkte und die Infos dazu. Unser Guide ging dann jeweils zum Tresen und kaufte eine Auswahl an Aufschnitt, Käse, Brot und Kuchen, packte alles in Tüten und setzte dann den Rundgang fort. Beim Tragen halfen wir alle mit.

 
 


Den Schlusspunkt der Tour bildete dann das Hauptquartier des Touranbieters, ein winziges Büro im Sündenviertel Pigalle. Auf den ersten Blick war es unspektakulär, aber darunter wartete eine echte Überraschung: über eine winzige Treppe mit Kopfstoß-Gefahr gelangten wir in einen Gewölbekeller, in dem ein großer Tisch mit Bänken stand, alles aus grobem Holz, schön rustikal.
Dort nahmen wir Platz und dann ging es an Auspacken. Was da alles zum Vorschein kam ... Charcuterie, Fromage, Baguette, .... hmjam.
Stück für Stück probierten und schwelgten wir. Wer da nicht pappensatt wurde, dem ist nicht mehr zu helfen. Begleitend dazu wurden die reichlichen Weinvorräte des Gewölbes geplündert und reichlich ausgeschenkt.

Nudelsatt verabschiedeten wir uns von allen und komplettierten die Tour durch Montmartre alleine.
 
 
 

Dann war es Zeit, vom Hotel unser Gepäck zu holen und mit dem Shuttle zum Flughafen zu fahren.
Schade, dass so eine Wochenende immer so schnell vorbei ist.