Seiten

Montag, 30. Juni 2014

1 Jahr in der Schweiz - ein Rückblick und eine Gewinnchance für Euch!

Ist es nicht unglaublich, dass schon 1 Jahr vergangen ist, seit ich hier in der Schweiz angekommen bin? 12 Monate, Wahnsinn! Und für Nils dauert das Abenteuer sogar schon 5 Monate länger.

Nun ist es mal Zeit, einen Rückblick zu machen und ein Resümee zu ziehen und wenn Ihr bis unten weiter lest, dann seht Ihr auch, wie Ihr gewinnen könnt. Los geht's:

Wohnsituation:  Ich sagte es schon einmal: Wer unsere Wohnung in Hamburg kannte, der weiß, dass wir uns hier 1.000-prozentig gesteigert haben. Die Wohnung ist hell, groß, recht ruhig und die Terrasse spricht für sich. Wir genießen es, unsere Pflanzen zu pflegen, zu düngen und die Bienen und Hummeln zu beobachten. Außerdem können wir leckere Sachen ernten und uns so zum Teil selbst versorgen. Obwohl wir Hamburg lieben und immer als unser Zuhause bezeichnet haben, hatten wir dort nie ein "Zuhause-Gefühl". Das haben wir uns natürlich selbst zuzuschreiben, denn auch dort hätten wir ja eine schönere Wohnung mieten können. Aufgrund der teuren Mieten haben wir es nie gemacht, und so ist es nun mal. Jetzt sind wir schlauer und würden es anders machen (werden wir auch, wenn wir eines Tages zurück sind).

Jobsituation:  Nils fühlt sich wohl bei seiner Arbeit. Er hat nette Kollegen und kommt mit allen gut aus. Aber es ist anders als in der alten Firma. Dort war man mehr miteinander verbunden; hat sich auch für die privaten Dinge interessiert. Hier ist es eher so, dass man zur Arbeit geht und nach Feierabend seinen eigenen Kram macht. Manch einer wird sagen, so soll es ja auch sein, aber wenn man es mal anders kennen gelernt hat, dann ist das schon merkwürdig.
Ich selbst habe ja nun 1 Jahr lang nicht gearbeitet, und ich muss sagen, das ist ein Luxus, den jeder im Leben mal haben sollte. Ich habe gemerkt, dass ich viel ruhiger bin, nicht so schnell an die Grenzen meines Nervenkostüms gelange, und auch unser Zusammenleben hat von dieser Auszeit profitiert.
Zwar bin ich nicht das klassische Hausmütterchen, aber ich muss zugeben, dass es mir totalen Spaß macht, Nils zu umsorgen. Einige Hausarbeiten erledigt er auch, das lässt er sich nicht nehmen, aber der Großteil ist gemacht, wenn er abends nach Hause kommt. Und dann können wir gemeinsam ganz entspannt essen, und wir berichten uns gegenseitig, was wir den Tag über gemacht und erlebt haben.
Nun geht es ja für mich wieder los mit Arbeiten, zumindest erst mal befristet. Mal sehen, wie das so klappt und wie es dann weitergeht bei mir.

Familie / Freunde:  Das Wichtigste, was wir mit dem Auswandern hinter uns lassen mussten. Wir sind froh, dass in Zeiten von Internet und E-Mail es wesentlich leichter ist, Kontakte zu halten und Freundschaften zu pflegen. Man merkt aber schon, dass es viel Disziplin braucht, um allen gerecht zu werden. Manchmal hat man eben keine Lust, ewig lange zu telefonieren und man verliert auch leicht den Überblick, was man wem schon erzählt hat und was nicht.
Neue Menschen kennenzulernen, war gar nicht so einfach. Die Schweizer sind eher zurückhaltend und bleiben gerne für sich. Mittlerweile haben wir aber ein paar nette Menschen hier, mit denen wir schon mal was unternommen haben, und das ist ein richtig gutes Gefühl.

Das Wetter:  Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon 8 Monate im Jahr durch meterhohen Schnee stapfen, immer in dicke Pullover und Decken gehüllt und stets begleitet von ständigen Erkältungen. Aber siehe da, so schlimm ist es ja gar nicht. Der Sommer im letzten Jahr kam spät, aber er dauerte lange. Der Winter brachte kaum Schnee, und die Kälte war auch zu ertragen. Und nun haben wir auch noch in diesem Jahr ein frühes Frühjahr erlebt und schon etliche Wochen vor Hitze geschwitzt. Es werden sicherlich auch noch andere Zeiten kommen, aber im Großen und Ganzen kann ich mit dem Wetter hier sehr gut leben.

Schwiitzerdütsch:  Eine Sprache irgendwo zwischen Dialekt und fiesem Halskratzen. Man denkt immer, es ist gar nicht so schwer, die Eidgenossen zu verstehen, aber das ist es doch. Wenn man z.B. Schweizer im Fernsehen reden hört, dann ist das ja schon deren Version von Hochdeutsch. In dem Moment, wo sie in die Kamera sprechen, sind sie hochkonzentriert, weil das Hochdeutsche für sie eine Fremdsprache ist. Wenn sie aber untereinander loslegen, dann ist das eine ganz andere Hausnummer und sehr gewöhnungsbedürftig.
Nils hat sich sehr schnell und gut in diese Sprache hineingehört. Und obwohl er immer behauptet, ich sei so sprachbegabt, habe ich mich deutlich schwerer damit getan. Auch heute verstehe ich noch längst nicht alles und drücke mich um jedes Telefonat mit Schweizern drum herum.

Die Schweiz: Ein bisschen herumgekommen sind wir ja nun schon, und für dieses kleine Land kann es eigentlich nur ein Prädikat geben:  "besonders schön". Die Landschaften sind abwechslungsreich und teilweise atemberaubend; die Städte sind eine Kombination aus gut erhaltener Historie und moderner Technologie. Alles ist sauber und gepflegt. Wie im Bilderbuch eben.
Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit, aber auch zurückhaltend und manchmal ein bisschen spröde.
Was die Menschen in die Schweiz ziehen lässt, ist natürlich die Sicherheit und die Lebensqualität, und da können wir tatsächlich auch ein Ausrufezeichen dahinter machen. Man lebt hier so gut und auf so hohem Niveau, dass es wirklich kaum etwas zu meckern gibt. Alles ist teuer, das ist wahr, aber man bekommt für sein Geld auch immer eine gute Qualität.
Und das gilt nicht nur für die Spitzenprodukte, für die die Schweizer weltberühmt sind, sondern auch für Lebensmittel, Dienstleistungen und das Gesundheitswesen. Letzteres habe ich in den letzten Monaten reichlich in Anspruch genommen, und ich kann sagen, dass ich mich noch nie so gut aufgehoben und behandelt gefühlt habe, wie hier.

Gefreut oder bereut?  Wir können eindeutig sagen, dass wir den Schritt auf keinen Fall bereut haben. Es geht uns wunderbar hier, und dafür sind wir sehr dankbar. Das Abenteuer geht weiter und wir werden auch zukünftig in diesem Blog berichten, was bei uns so los ist. Hoffentlich seid Ihr auch weiterhin dabei.


Gewinnspiel: So, und nun kommt Eure Chance, etwas zu gewinnen. 
Seit über einem Jahr schreiben wir schon fleißig unsere Erlebnisse und Gedanken in diesem Blog auf. Was noch fehlt sind Eure Kommentare. In der ganzen Zeit kein einziger Kommentar, das ist doch wirklich zu schade.

Um Euch einen Anreiz zu bieten, starten wir hier eine Verlosung. Zu gewinnen gibt es ein tolles Überraschungspaket. Und so einfach könnt Ihr gewinnen:

Schreibt uns einen Kommentar.
Hinterlasst Euren Kommentar in irgendeinem unserer Blogeinträge. Schreibt uns, wie Euch der Beitrag gefallen hat oder wie es Euch im Moment geht, Neuigkeiten aus der Heimat oder einfach nur ein paar Grüße. Lasst Euch was einfallen.
Wer den Kommentar anonym hinterlassen möchte, kann das gerne machen. Es sollte aber für uns erkennbar sein, wer ihn geschrieben hat. Gebt uns also einen Hinweis, z.B. "Ex-Kollege aus Abteilung XY" oder "der, mit dem Nils in Kairo ein Zimmer geteilt hat" oder nennt Euren Spitznamen.

Also, Ihr habt den ganzen Juli über Zeit, um uns mit Euren Kommentaren zu erfreuen. Am 1. August - Nationalfeiertag in der Schweiz - werden wir den glücklichen Gewinner auslosen.
Das Überraschungspaket wird dann auch umgehend 'rausgeschickt.

Viel Glück !! Und bitte sagt es weiter.

4 Kommentare:

  1. Liebe Bine + auch Nils,
    schön, mal was von Euch zu hören und zu erfahren, dass Ihr es gut getroffen habt. Dein Urteil über die Schwyzer und die Situation dort deckt sich mit meinen Kenntnissen: so ein bisschen Faller- Haus- Land, blitzsauber, spröde und 'n bisschen teuer! Als was bist Du denn befristet angefangen ? würd mich ja mal interessieren!
    Bei uns läuft alles seinen sozialistischen Gang, 4 Enkel und einer, der gerade ausgebrütet wird, halten uns in Trab.
    Liebe Grüße aus Plönjeshausen!
    Benno

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Ihr Zwei!
    Echt Wahnsinn, dass das schon wieder ein Jahr her ist! Aber es stimmt. Ich hatte neulich noch mal überlegt, wie wir noch in der Harburger Wohnung gewirkt haben und erinnere noch den eiligen Transport von Waschmaschine und Kühlschrank zu mir nach Barmbek, die hier immer noch fleißig ihren Dienst verrichten :D. Ihr habt es wirklich schön dort, davon konnte ich mich im Frühjahr ja schon überzeugen. Allerdings werde ich ganz neidisch, wenn ich höre, was Euer „Gemüsegarten“ mittlerweile so alles hergibt. Das schmeckt bestimmt genial, oder? Temperaturmäßig können wir derzeit ausnahmsweise wohl ganz gut mithalten. Über diesen Sommer kann man sich wirklich nicht beklagen! Ich wünsche Euch weiterhin eine tolle Zeit in der Schweiz und weitere schöne Erlebnisse. Und ich freue mich auf unser nächstes Treffen, wann und wo auch immer das sein wird ;)
    Liebe Grüße, Tobi

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Ihr Beiden,
    das ist ja Wahnsinn, wie die Zeit rennt! Gerade noch neue "Charly"- Spinnereien in der Mittagspause, und schwups seid Ihr schon 1 Jahr weg. Hört sich alles auf jeden Fall sehr aufregend an, was Ihr im letzten Jahr erlebt habt. Und Eure Dachterasse sieht klasse aus! Ich freu mich schon, wenn wir uns hoffentlich im Herbst sehen!
    Ganz Lieben Gruss aus dem hohen Norden! Sarah

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Ihr beiden!
    Liebe Grüße aus Cuxhaven!
    Hoffentlich bis bald mal wieder.
    Ela u. Sven

    AntwortenLöschen