Wir hatten es schon mal so gemacht: ich begleitete ihn. Das ist ganz easy, denn man kann ja das Einzelzimmer auf ein Doppelzimmer umbuchen und den Aufschlag sowie das Frühstück privat bezahlen. So hat man niemanden beschummelt und beide haben etwas davon.
Sonntag, 22. Juni: Anreise
Eigentlich hatten wir vorgehabt, recht früh nach Stuttgart aufzubrechen, um noch den Sonntag gemeinsam in der Stadt zu verbringen. Beim Frühstück aber waren wir uns einig, dass wir beide viel lieber zuhause bleiben und die Terrasse genießen würden.
Das machten wir dann auch. Erst nach dem Abendessen fuhren wir los und kamen dann gegen 21.30 Uhr in dem Motel an, in dem wir schon ein paar Male waren.
Montag, 23. Juni: Spaziergang durch die Innenstadt, Stadtrundfahrt, Power-Shopping für Nils
Glücklicherweise sind wir gut eingespielt, was das morgendliche Badezimmerritual in engen Hotelzimmern angeht. So mussten wir den Wecker nicht allzu früh stellen und konnten doch zusammen frühstücken.
Wir besprachen die Einzelheiten unseres Treffens für abends, und dann trennten sich unsere Wege. Nils machte sich zu Fuß auf zu dem Tagungshotel, in dem seine Schulung stattfand. Das Hotel ist nur ein paar Gehminuten von unserem Motel entfernt. Ich nahm die U-Bahn, die direkt vor der Tür des Motels abfährt und begab mich in die Innenstadt.
Dort angekommen spazierte ich die Königsstraße hinauf - das ist die riesige Fußgängerzone in der Innenstadt. Etwa auf der halben Strecke befindet sich der Schlossplatz, wo man super sitzen und Leute beobachten kann.
Am frühen Nachmittag bestieg ich einen Bus für die Stadtrundfahrt. Wir fuhren durch die inneren und äußeren Bezirke, und in der Innenstadt stiegen wir aus und machten einen kleinen Rundgang bei den Schlössern. Es war recht informativ und man bekam einen guten Eindruck von der Talkessel-Lage der Stadt.
Nach der Rundfahrt kehrte ich ins Motel zurück, um dort auf Nils zu warten. Wir hätten uns auch in der Stadt treffen können, aber mir war heiß, und ich wollte das T-Shirt wechseln.
Da der Dozent mal wieder ordentlich überzogen hatte, kam Nils später als gedacht ins Motel zurück. Dort machte er sich auch erst mal frisch, zog sich kurze Hosen an, und dann machten wir uns auf den Weg zurück in die Innenstadt.
Bei Vapiano stärkten wir uns und danach schleifte ich den Süßen durch die Geschäfte, die ich den Tag über schon ausgemacht hatte. Es war nämlich geplant, ein paar neue Klamotten für Nils zu kaufen, und das machten wir dann auch.
Am Ende war er fix und fertig, weil ich ihn mit der Uhr im Blick ordentlich getriezt hatte, aber in seinen Tüten befanden sich 3 lange Hosen, 1 kurze, 1 Badehose und 3 Hemden. Das war ein sehr erfolgreicher Shoppingtrip. Zum Luftholen holten wir uns einen frischen Saft und setzten uns hin. Danach kehrten wir zum Motel zurück und fielen müde ins Bett.
Dienstag, 24. Juni: Wilhelma, Rückreise
Pflichtprogramm in Stuttgart ist die Wilhelma, die ich eigentlich lieber mit Nils zusammen besucht hätte, aber bei dem schönen Wetter konnte ich nicht wiederstehen. Sie läuft ja nicht weg, den gemeinsamen Besuch holen wir dann mal irgendwann nach.
Die Wilhelma vereint einen botanischen und einen zoologischen Garten, was einzigartig ist in Deutschland. Der Park ist riesig groß, super schön angelegt und außerdem berühmt für seine Gebäude im maurischen Stil, die ein Herrscher im 19. Jahrhundert errichten ließ.
Mit der U-Bahn musste ich 1 Mal umsteigen, dann war es nur ein kurzer Fußweg bis zum Haupteingang. Ich besorgte mir einen Wegeplan und machte dann den Rundgang durch sämtliche Bereiche, vorbei an allen Tiergehegen und durch alle Pflanzenhäuser.
Bei den Elefanten musste ich natürlich ein wenig verweilen, aber wie viele andere Tiere auch, waren die Dickhäuter bei dem Wetter träge und bewegungsfaul. Viele Tiere konnte man gar nicht sehen, weil sie sich komplett in den Schatten zurückgezogen hatten. Die meisten Gehege sind sehr groß und bieten perfekte Möglichkeiten für die Tiere, sich zu verstecken, wenn sie keine Lust auf Besucher haben.
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