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Neenee, nicht mit mir.
Für die Mittagszeit waren einige Auflockerungen versprochen worden, somit wählte ich ein Ziel in näherer Umgebung: Stein am Rhein. Nachdem Bine nun schon dort war, wollte ich diesen Besuch jetzt nachholen. Mit der Bahn ist man in bequemen 27 Minuten dort.
Zunächst ging es in einem Bogen über den Rhein und durch die wirklich malerische Altstadt. Dank des Wetters waren nur recht wenige Touristen unterwegs. Wie Bine schon treffend formulierte, fast ausschließlich Personen im Rentenalter. Mein eigentliches Ziel lag aber etwas weiter oben: Die Burg Hohenklingen, ein hervorragend restauriertes Gemäuer aus dem 12./15. Jahrhundert. Meine Erfahrungen in Schaffhausen hätten mich eigentlich warnen sollen, aber ich hatte es ja so gewollt - es schlängeln sich gefühlte 3000 Treppenstufen durch Weinberge und Buchenwald nach oben. Nach einer halben Stunde Aufstieg und nur mit Mühe die Fassung wahrend erreichte ich die Burg.
Das Gebäude ist nicht besonders groß, aber gut erhalten und kostenfrei zu besichtigen. Die Besitzer betreiben dort oben ein Restaurant. Im Ballsall fand leider eine private Feier statt, so dass dieser nicht zu besichtigen war. Vom Turm hat man einen perfekten Ausblick über die Stadt und den Rhein. Die Treppen dort hinauf sind aber recht abenteuerlich; zwar modern, aber die Durchlassöffnungen sind auf die abgebrochenen Körpermaße der Menschen aus dem Mittelalter ausgelegt. Nach einer Umrundung der Burg und einer Mittagspause mit Ausblick ging es dann wieder bergab.
Nach einer weiteren Runde durch die Altstadt besuchte ich noch die Klosterinsel Werd, etwa 800 Meter rheinaufwärds. Diese ist durch eine lange Holzbrücke mit dem Festland verbunden. Unter einem Kloster stellt man sich ja große Gebäudeanlagen vor, aber hier befindet sich nur ein kleines Häuschen mit einem Kapellenanbau, welches von Franziskanern seit 1959 bewirtschaftet wird. Die ganze Anlage ist toll gepflegt und erinnert eher an ein schwedisches Ferienhäuschen als an ein kirchliches Gebäude.

Und der Regen begann erst bei meiner Rückkehr in Kreuzlingen.
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