Heute hatten sich meine Eltern zum Besuch angekündigt. Da mein Vater ehemaliger Bundesbahner ist, können die beiden zehnmal pro Jahr umsonst mit der Bahn durch die deutschen Lande fahren. Das dauert von Norddeutschland nach Konstanz zwar gut 9 Stunden, aber wenn´s nix kostet.....
Bine holte die beiden vom Bahnhof Konstanz ab, da ich noch arbeiten musste. Abends gingen wir zusammen rüber nach Konstanz und dort zum Abendessen zu einem Italiener im Zentrum.
Freitag, 21. März 2014: Säntis, Appenzell, Arbon
Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, und deshalb wollten wir hinauf auf den Säntis, um den Ausblick auf die ganze Bodenseeregion zu präsentieren. Am See unten war die Landschaft schon grün, aber weiter oben Richtung Schwägalp lag noch recht kräftig Schnee. Die Strassen waren aber geräumt und trocken.
Meine Mutter ist jetzt absolut kein Fan von ungebremster Aussicht in die Tiefe, weshalb die Fahrt mit der großen, vollverglasten Seilbahnkabine zum Gipfel hinauf ihr ein wenig die Blässe ins Gesicht trieb. Aber nach 10 Minuten war die Fahrt geschafft und wir erklommen die Treppen hinauf zur Aussichtsplattform.
Die Fernsicht war nicht ganz perfekt (leicht diesig), aber trotzdem recht beeindruckend. Wir waren ja schon hier oben gewesen, aber für meine Eltern waren so viele Berge mal was Neues.
Nach dem Rundgang genehmigten wir uns ein Getränk im Panorama-Restaurant und bewunderten die Alpendohlen, die hier oben leben und in den Auf- und Abwinden perfekt schweben können. Die Bedienungen finden die Vögel nicht so super, da sie auf der Suche nach Essensresten die Stühle und Tische "markieren".
Nach der Rückkehr zur Talstation fuhren wir nach Appenzell und machten einen Spaziergang durch den historischen Ortskern. Am späten Nachmittag ging es dann noch an meiner Schweizer Arbeitsstätte vorbei zum Seeufer in Arbon, wo wir den Blick über den See und ein Kaltgetränk genossen.
Zum Abendessen gingen wir in ein gutbürgerliches Restaurant in Kreuzlingen und verspeisten lecker Cordon bleu.
Samstag, 22. März 2014: Friedrichshafen
Das Wetter war heute eher durchwachsen. Mein Vater wünschte sich eine Fahrt auf dem Bodensee, am besten rüber nach Meersburg. Leider fahren die Kursschiffe so früh im Jahr noch nicht, so dass wir uns kurzentschlossen für den Katamaran nach Friedrichshafen entschieden. Der fährt stündlich und rund ums Jahr.
Nach 50 Minuten waren wir in Friedrichshafen angekommen und spazierten durch die Innenstadt. Hier fällt einem im Vergleich zu Konstanz schon die fast vollständige Nachkriegs-Bauweise auf. Sprich: Die Innenstadt ist nicht sehr hübsch. Am Ufer ist es netter, so dass wir hier entlang schlenderten und in ein recht uriges schwäbisch-österreichisches Lokal einkehrten.
Bei der Rückfahrt nach Konstanz fing es schon an zu regnen, und auch der Weg zurück zur Wohnung war recht feucht.
Sonntag, 23. März 2014: Abreise
Am Morgen frühstückten wir alle gemeinsam und gemütlich. Kurz nach 10 Uhr brachten wir dann meine Eltern wieder zum Bahnhof Konstanz, wo sie nach einer herzlichen Verabschiedung ihren Zug zurück in den Norden bestiegen.
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