Im Laufe des letzten Mittwochs hatte mich ein Infekt dahingerafft - ich konnte mich nur unter Aufbringung erheblicher Willensenergie am frühen Nachmittag von der Firma wieder nach Hause schleppen. Den Donnerstag habe ich dann vorzugsweise im Bett verbracht. Krank und allein in meiner Butze - das war echt deprimierend. Um nicht innerhalb der Probezeit blöd aufzufallen, bin ich dann am Freitag wieder zur Firma gefahren. Dieses Wochenende jedenfalls habe ich zum Erholen und Auskurieren genutzt - und das bedeutete, alle Aktivitäten auf das Notwendigste zu reduzieren.
Dementsprechend fiel mein heutiger Ausflug auch recht bescheiden aus: Ein wenig durch die Vororte und die Landschaft von Kreuzlingen streifen.Zunächst ging es grob gen Süden Richtung Bernrain. Dazu muss man sagen, dass "Richtung Süden" vom Bodensee aus zwangsläufig eines bedeutet - es geht konsequent bergauf. Nach gut zwei Kilometern hatte ich Bernrain erreicht. Dort lächelte mich erstmal ein riesiger Osterhase an der Einfahrt zum "Schoko-Laden", dem Werksverkauf der Chocolat Bernrain an. Das ist eine recht große Schokoladenfabrik hier in Kreuzlingen. Weiter ging's die Straße entlang, und unvermittelt befand ich mich mitten in der Natur - Felder, Wiesen, Bauernhöfe.
Kurz danach gelangte ich zum Kloster Bernrain, und dort fand ich zufälligerweise einen Wegweiser zum "Schweizer Jakobsweg", der dort am Kloster vorbeiführt. Also nichts wie los. Ich folgte dem Pfad gut zwei Kilometer durch ein (im Frühling bestimmt wildromantisches) Flusstal. In regelmäßigen Abständen waren an Tafeln die Leiden Jesu dargestellt. Der Weg endete unterhalb eines Eisenbahnviadukts, von dem ich eine herrliche Sicht über Kreuzlingen und Konstanz hatte.

Auf dem Rückweg Richtung Kreuzlingen kam ich mitten im Wohngebiet an einer Wiese vorbei, auf der gut zwei Dutzend zottelige Schafe mit Glöckchen um den Hals vor sich hin bimmelten. Da war es wieder, das Heidi-Gefühl....
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