Seiten

Montag, 4. März 2013

Der Start

Die vorangegangene Nacht war recht unruhig gewesen - und das nicht nur, weil draußen ein schwerer Sturm ums Haus zog. Ich war hochgradig nervös und stellte während der 40minütigen Bahnfahrt so ziemlich alle bisherigen Entscheidungen infrage.

Aber Jammern hift nichts - jetzt heißt es nach vorne blicken.

Just mit mir zusammen traf auch mein neuer oberster Chef ein und begrüßte mich herzlich. Danach begann der "Spießrutenlauf des Neuen": Hinein in jedes Büro und vorstellen. Nach dem dritten Raum gab ich den Versuch auf, mir auf die Schnelle Namen zu merken. Aber mir kam es komisch vor, dass mich die meisten mit dem Spruch begrüßten: "Ach SIE sind das!" Beim Gang zur Kantine wurde dann klar, was das sollte - auf dem überdimensionalen Begrüßungsbildschirm am Haupteingang stand: "Wir begrüßen heute unseren neuen Mitarbeiter...". Und von der Personalchefin gab's einen Blumenstrauß. Mit soviel Aufmerksamkeit kann ich ja gar nicht umgehen.

Apropos Kantine: Da habe ich mal deutlich verbessert (OK, das ist nicht schwer). Todschick,  modern und für schweizerische Verhältnisse sehr günstig (umgerechnet 4,10 € für das Mittagessen). Nur kostenlos Kaffee und Wasser gibt's nicht. Dafür einen Kaffeevollautomaten, der mit der eigenen Chipkarte bezahlt werden kann (Kaffee 1,-- SFR).

Meine neuen Kollegen aus der IT in Steinach, fünf an der Zahl, sind allesamt sehr nett. Das Büro teile ich mir mit einem älteren Österreicher, der jeden Tag aus der Nähe von Bregenz anreist. Insgesamt ist der Umgangston in den Büros sehr freundlich-kollegial. Von Hektik keine Spur. Am späten Vormittag wurde ich dann nochmals gesondert der IT-Runde vorgestellt. Bis auf meinen Zimmerkollegen sind das aber alles Admins. Die Leute, mit denen ich ständig zusammenarbeiten soll, sitzen in Radolfzell. Daher sollte auch ich zuerst dort angesiedelt werden, aber die Schweizer lieben die Parität. Bloß nicht irgendwo Ballungszentren entstehen lassen! Mein Zuständigkeitsgebiet umfasst aber den ganzen Konzern.

Am Montag beginnt dann das Einarbeitungsprogramm. Ich bin gespannt!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen