Vor wenigen Tagen wurde im Radio groß und breit über den astronomischen Frühlingsanfang berichtet. Jetzt ist aus allen erdenklichen Blickwinkeln gesehen der Winter vorbei - der weiß nur nichts davon. Es war heute trübe und mit +1 Grad, gefühlt wie -5, deutlich zu kalt. Immerhin kein Schnee mehr.
Unter diesen Umständen wollte ich mich lieber in geschlossenen Räumen aufhalten. Also ging es heute mit dem Katamaran von Konstanz nach Friedrichshafen. Der braucht 52 Minuten und fährt stündlich im Linienverkehr hin und her.
Direkt im Hafen von Friedrichshafen liegt im ehemaligen Hafenbahnhof das Zeppelin-Museum. Dies war mein heutiges Ziel. Hier wird dieses Stück Geschichte über den wohl berühmtesten Bürger dieser Gegend wieder lebendig. Man kann hier keine 500 Meter gehen, ohne nicht vor einem Denkmal, Springbrunnen oder Kunstwerk zu stehen, das sich um Zeppeline dreht.
Die Museumsführung startet zunächst mit einem Film über die Geschichte und Entwicklung der Zeppeline. Schon 1901 hob mit der LZ-1 die erste "Zigarre" vom Bodensee ab. Mit LZ-127 "Graf Zeppelin" erreichte diese Technologie 1928 ihre Blütezeit. Hiermit war es nun möglich, in 2-3 Tagen nach Nord- und Südamerika zu fliegen, und das äußerst komfortabel. 1936 wurde mit der LZ-129 "Hindenburg" das bis heute größte Fluggerät der Welt in Dienst gestellt. Im Museum gibt es einen originalgetreuen Nachbau eines Teils der Kojen und Aufenthaltsräume zu bestaunen. Hier war alles auf Gewichtsreduktion getrimmt. Überall wurde Aluminium und Stoff verwendet, sogar die Uhren bestanden daraus. Man kann hier auch einen Teil der inneren Verstrebungskonstruktion betrachten, die in mehreren tausend Arbeitsstunden anhand von Originalplänen nachgebaut wurde.
Außerdem gibt es viele Originalteile und Fotos aus dieser Zeit zu bestaunen. Natürlich wird auch der Absturz der "Hindenburg" am 06. Mai 1936 in Lakehurst thematisiert. Es sind hier auch einige Exponate zu sehen, die diesen Absturz mehr oder weniger schadlos überstanden haben. Die genaue Unglücksursache wird wohl nie geklärt werden; neueste Theorien gehen aber von einem Brand der Außenhülle aus, die durch die Aluminiumfarbe extrem feuergefährlich war. Es war einfach eine andere Zeit damals - heute würde wohl niemand in ein Gefährt mit zehntausenden Kubikmetern Wasserstoff über einem einsteigen.Nach zweieinhalb Stunden war der Rundgang zu Ende und ich machte noch eine Tour durch die Friedrichshafener Innenstadt, die am Sonntag wie ausgestorben wirkte. Das zugige Wetter trug gewiss dazu bei. Um 15 Uhr nahm ich dann den Katamaran zurück nach Konstanz.
Für morgen ist hier Schnee bis in die Flachlagen angekündigt. Kann mal bitte jemand dem Frühling Bescheid sagen....?!
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Bescheid !!!
AntwortenLöschenNützt glaub ich nix.